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Allgemeines

Das Thai-Boxen oder auch Muay Thai genannt ist nicht nur als ein reiner Sport anzusehen, da es sich hierbei auch um eine Art spirituelle Zeremonie handelt.

Nachdem die Boxer, welche urspünglich mit der Musik eines "Phipat"-Orchesters einlaufen, den Ring betreten, verbeugen sie sich zuerst in die Himmelsrichtung ihres Geburtsorts, dann nach Norden, Süden, Osten und Westen um damit die Schule, den Lehrer und die Geister des Rings zu ehren. Diese Zeremonie wird auch "Wai Khru" genannt. Daran schließt sich ein langsamer Tanz an, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu erhalten und ihm seine Kraft zu demonstrieren.

Während eines Kampfes erhöht das dreiteilige "Phipat"- Orchester seine Geschwindigkeit , wenn die Stimmung innerhalb des Fights steigt. Dadurch wird mit dem Lärm der Zuschauer ein fast unerträglicher Lärmpegel erreicht, was wiederum die Stimmung auf dem Höhepunkt hält.

Die Popularität des Thai-Boxen ist in etwa mit der des Fußballs in europäischen Ländern vergleichbar, wenn nicht sogar größer. In Bangkok befinden sich zum Beispiel zwei Stadien, in denen jeden Abend und manchmal auch schon am Nachmittag gefightet wird. Wenn Kämpfe im Fernsehen übertragen werden, dann gibt es in Straßen-Restaurants und Nudelshops riesige Fangemeinden und der Lärm der Zuschauer ist bis in die Straßen zu hören.




Geschichte

Muay Thai auch als Thai-Boxen bekannt, ist eine Nationalsportart Thailands, welche ohne Waffen ausgeführt wird. Sie entstammt aus der bewaffneten Kriegskunst dem Krabi Krabong.

Unter dem Vorzeichen der Invasionsgefahr durch benachbarte Länder, denen die Expansion Ihres Imperiums im Sinn lag, herschten im Reich vier Dynastien in Folge:

  • Sukothai
    (13. - 15. Jahrhundert, erstreckte sich von Vientiane im Osten bis Pegu im Westen, von Luang Prabang im Norden bis Ligor im Süden)
  • Ayud-haya
    (1350 - 1767, gegründet durch Fürst Uthong der einen Krieg gegen Sukhotai began und diese ohne Blutvergießen zur Unterwerfung zwang)
  • Thonburi
    (1767 - 1789)
  • Rattannokosin
    (1757 - 1789)
  • erste Periode Bankogs als Hauptstadt
    (1782 - 1808)

Die Notwendigkeit für Ihre Unabhängigkeit kämpfen zu müssen, formte den Charakter dieses Volkes.

Die thailändische Tradition verlangte von jedem Mann, dass er sich unabhängig von seinem Beruf als Krieger auszubilden hatte. Selbst Aristokraten und Könige gingen mit gutem Beispiel voran, indem sie das Schlachtfeld der Bequemlichkeit des Palastes vorzogen. Es war eine kriegerische Rasse, in der unter anderen die Kriegskunst Muay Thai auf ihrem Höhepunkt war.

Natürlich waren Lanzen, Schwerter und andere Waffen den Muay Thai Techniken überlegen, in denen nur verschiedene Körperteile als Waffen eingesetzt werden. War jedoch ein Krieger entwaffnet, oder befand sich im Körperkontakt mit dem Feind, konnte er immer auf die zerstörerischen Angriffe des Muay Thai zurückgreifen.
Der Unterschied zu anderen Kampfkünsten ist, dass Muay Thai auf der Effektivität und Einfachheit seiner Techniken basiert und hierbei alle oberflächlichen oder akrobatischen Bewegungen wegläßt.

Der Kämpfer, auch "Nak Muay" genannt, verwendet bei seinen Angriffen sowohl die Fäuste - wie ein Boxer - als auch seine Füße, Schienbeine, Knie, Ellbogen und Kopf. Dabei versucht er, mit Außnahme der Leisten (Intimbereich), sämtliche Körperteile zu attakieren.



Für die Informationen bedanken wir uns beim Muay Thai Bund Deutschland e.V. in Verbindung mit dem Muay Thai & Kick Boxing News Magazin!

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